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Förderung für Energieeffiziente Gebäude
BEG Grafik Haus
Einstiegsförderung: Einzelne Sanierungsmaßnahmen und Kombinationen
Rechtsgrundlage: Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) vom 17. Dezember 2020
  • Gefördert werden Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden und an Nichtwohngebäuden.
  • Die Förderung erfolgt als Zuschuss oder als Kredit mit Tilgungszuschuss.
  • Voraussetzung für eine Förderung von Maßnahmen ist die Einhaltung von technischen Mindestanforderungen, die in der Anlage der Richtlinie veröffentlicht sind.
  • Der Zuschuss bzw. Tilgungszuschuss beträgt 20% der förderfähigen Kosten, für Maßnahmen an der Heizungstechnik zwischen 20 und 40%.
  • Zusätzlich gibt es einen Bonus von 5% der förderfähigen Kosten, wenn Maßnahmen aus einem vorher erstellten und geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (s. "Energieberatung Wohngebäude") umgesetzt werden.
  • Für Maßnahmen an der Heizungstechnik gibt es einen Bonus von 10% der fördefähigen Kosten, wenn dabei eine bestehende Ölheizung ersetzt wird.
  • Die förderfähigen Kosten für Wohngebäude sind pro Kalenderjahr begrenzt auf 60.000 € pro Wohneinheit, für Nichtwohngebäude auf 1.000 € pro m² Nettogrundfläche, maximal 15 Mio. €.
  • Die Kosten für Fachplanung und Baubegleitung werden mit einem Zuschuss von 50% gefördert, bei Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten von 5.000 € für Ein- und Zweifamilienhäuser, 2.000 € pro Wohneinheit bei größeren Wohngebäuden und 5 € pro m² bei Nichtwohngebäuden, maximal 20.000 € pro Zuwendungsbescheid.
Antragsberechtigt sind:
  1. Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften;
  2. freiberuflich Tätige;
  3. kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände, sowie rechtlich unselbständige Eigenbetriebe von kommunalen Gebietskörperschaften, sofern diese zu Zwecken der Daseinsvorsorge handeln;
  4. Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  5. gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  6. Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer und kommunale Unternehmen;
  7. sonstige juristische Personen des Privatrechts, einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften.
Die Antragsberechtigung gilt für Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils, auf oder in dem die Maßnahme umgesetzt werden soll, sowie für Contractoren. Die Antragsberech­tigung von Pächtern, Mietern oder Contractoren setzt zusätzlich voraus, dass diese eine schriftliche Erlaubnis des Eigentümers des jeweiligen Grundstücks, Grundstücksteils, Gebäudes oder Gebäudeteils bzw. eine entsprechende vertragliche Regelung mit dem Eigentümer, die Maßnahme durchführen zu dürfen, nachweisen können.
Nicht antragsberechtigt sind:
  • der Bund, die Bundesländer und deren Einrichtungen;
  • politische Parteien
  • Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist, sowie Antragsteller, die eine eidesstattliche Versicherung gemäß § 807 der Zivilprozessordnung oder eine Vermögensauskunft gemäß § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung abgegeben haben oder zu deren Abgabe verpflichtet sind.

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Dämmung der Gebäudehülle (von Außenwänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen), sowie Erneuerung/Aufbereitung von Vorhangfassaden
  • Austausch von Fenstern, Außentüren und -toren
  • sommerlicher Wärmeschutz durch Ersatz oder erstmaligen Einbau von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung
Förderhöhe: 20% bzw. 25% mit.iSFP-Bonus.
Anlagentechnik (außer Heizung)
  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen inklusive Wärme-/Kälterückgewinnung
  • bei Wohngebäuden: Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Efficiency Smart Home“) oder des angeschlossenen Gebäudenetzes
  • bei Nichtwohngebäuden: Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik zur Realisierung eines Gebäude­automatisierungsgrades mindestens der Klasse B nach DIN V 18599-11;
  • bei Nichtwohngebäuden: Kältetechnik zur Raumkühlung;e) bei Nichtwohngebäuden: Einbau energieeffizienter Beleuchtungssysteme
Förderhöhe: 20% bzw. 25% mit.iSFP-Bonus.
Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
Gefördert werden der Einbau von effizienten Wärmeerzeugern, von Anlagen zur Heizungsunterstützung und der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent einbindet. Voraussetzung ist, dass es sich bei dem betreffenden Gebäude um ein Bestandsgebäude handelt und mit der Maßnahme die Energieeffizienz des Gebäudes und/oder der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch des Gebäudes erhöht und der Einbau mit einer Optimierung des gesamten Heizungsverteilsystems (inklusive Durchführung des hydraulischen Abgleichs) verbunden wird.

Heizungsoptimierung
Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird, wenn sie die in der Anlage zu dieser Richtlinie festgelegten technischen Mindestanforderungen erfüllen; hierzu gehören beispielsweise der hydraulische Abgleich der Heizungsanlage inklusive der Einstellung der Heizkurve, des Austauschs von Heizungspumpen sowie der Anpassung der ­Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen, im Fall einer Wärmepumpe auch die Optimierung der Wärmepumpe, die ­Dämmung von Rohrleitungen, der Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück) sowie Mess-, Steuer- und Regelungs­techniken.
Förderhöhe: 20% bzw. 25% mit.iSFP-Bonus.